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Aktuelles

„STOP“ vor der Baustelle bei Unfällen im Baustellenbereich

Je weniger Fahrzeuge in engen Baustellenverkehrsführungen im Stau stehen, desto schneller können Einsatzkräfte zu einer Unfallstelle im Baustellenbereich gelangen. So verkürzt sich auch die Zeit, bis die jeweilige Unfallstelle geräumt ist und der Verkehr wieder fließen kann.

In Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt wurde ein System entwickelt, dass ein Einfahren in die verengte Baustellenverkehrsführung bei Unfällen verhindern soll. Nach Aktivierung durch die Polizei werden mehrere LED-Warntafel vor dem Baustellenbereich ein Einfahrtverbotsschild mit dem Hinweis „STOP“ anzeigen – im Wechsel mit dem Gefahrenzeichen und dem Hinweis „Vollsperrung“. Diese LED-Anzeige kommt mit Beginn der Hauptarbeiten im Erhaltungsprojekt A 9 Langenbruck-Holledau abseits von Tunneln zum ersten Mal auf einer bayerischen Autobahn zum Einsatz. Sie sollen die Verkehrsteilnehmer zum Anhalten auf der Autobahn auffordern, bevor sie das eigentliche Stauende im Baustellenbereich erreicht haben.

Die Phasen des Erhaltungsprojekts

Vorarbeiten

Bereits im Juni 2019 begannen die Vorarbeiten. Bis November 2019 werden Versorgungsleitungen umgelegt, damit sie später außerhalb der Baustellenbereiche liegen. Zudem werden unter anderem Nothaltebuchten und sogenannten Mittelstreifenüberfahrten für die Verkehrsführung während der Hauptarbeiten gebaut.

Phase 1 – Erhaltung der Richtungsfahrbahn Nürnberg

Nach Abschluss der Vorarbeiten beginnen am 1. Dezember 2019 die Hauptarbeiten mit der Phase 1. Hier wird die östliche Fahrbahn, die Richtungsfahrbahn Nürnberg erneuert. Währenddessen wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen in verengten Fahrspuren auf der westlichen Fahrbahn geführt. Von Dezember 2019 bis Februar 2020 sind die Arbeiten auf einen rund 3,1 km langen Abschnitt nördlich des Autobahndreiecks Holledau beschränkt.

Phase 2 – Erhaltung der Richtungsfahrbahn München

Nach Abschluss der Phase 1 beginnt im Dezember 2020 planmäßig die Phase 2: Hier wird die westliche Fahrbahn, die Richtungsfahrbahn München erneuert, während der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf der schon erneuerten östlichen Fahrbahn fließt. Von Dezember 2020 bis Februar 2021 sind die Arbeiten auf einen rund 3,1 km langen Abschnitt nördlich des Autobahndreiecks Holledau beschränkt.

Wie wird der Autobahnverkehr während der Maßnahmen geführt?

Ohne Baustellen ist die sechsspurige A 9 zwischen der Anschlussstelle Langenbruck und dem Autobahndreieck Holledau leistungsfähig genug für die Verkehrsbelastung von rund 80.000 Fahrzeugen täglich. Für die Erhaltungsmaßnahmen müssen die Fahrspuren beider Fahrtrichtungen auf eine Fahrbahn zusammengelegt werden. Auf einer Fahrbahn ist hier jedoch nur Platz für fünf statt sechs Fahrspuren. Jede Fahrtrichtung verfügt in beiden Phasen des Erhaltungsprojekts also über mindestens zwei Fahrspuren. Eine dritte Fahrspur wird ab Dezember 2019 mal der einen und mal der anderen Fahrtrichtung zugeordnet – entsprechend der vorher erfassten Verkehrsbelastung. Dies geschieht mithilfe des sogenannten Road Zipper Systems® aus den USA, das erstmals in Deutschland eingesetzt wird.

Über den Road Zipper und die variable Fahrspurzuordnung

In Baustellenverkehrsführungen auf Autobahnen werden die Fahrspuren unterschiedlicher Fahrtrichtungen durch Schutzwände aus Beton oder Stahl voneinander getrennt. Im Erhaltungsprojekt kommt zwischen den Fahrtrichtungen eine variable Schutzwand aus Betonelementen zum Einsatz. Die insgesamt rund 9.000 Elemente sind mit einander zu einer bis zu 9 km langen Kette verbunden und haben die gleiche optische und sicherheitstechnische Wirkung wie herkömmliche Schutzwände aus Beton.

Von Montag bis Donnerstag wird zweimal am Tag die gesamte Schutzwand von der einen Fahrspurseite auf die andere umgesetzt. Das Umsetzen übernimmt ein für das System eigens entwickeltes Fahrzeug. Dieser Road Zipper setzt die Schutzwand um, während sie die Gesamtstrecke mit einer Geschwindigkeit von rund 8 km/h abfährt.

An der linken Seite der Maschinenfront werden die Betonelemente mithilfe von Hydraulik angehoben und durch eine Schiene am Fahrzeugboden zur rechten Seite des Hecks geführt. Dort werden die Betonelemente wieder abgesetzt. Dies geschieht während der Fahrt des Road Zippers – die Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen werden niemals getrennt. Sie bleiben als Kette zusammen. Durch dieses Prinzip erklärt sich auch der englische Name des Road Zipper Systems® – zu Deutsch: Straßen-Reißverschluss-System.

Zuordnung der dritten Fahrspur

Fahrspurzuordnung vom 23. Dezember 2019 bis 7. Januar 2020

Ab 23. Dezember 2019 mittags bis 3. Januar 2020 mittags stehen in Fahrtrichtung München drei Fahrspuren zur Verfügung.
Ab 3. Januar 2020 mittags bis 7. Januar 2020 mittags, stehen in Fahrtrichtung Nürnberg drei Fahrspuren zur Verfügung.

Fahrspurzuordnung bis 23. Dezember 2019 und ab 7. Januar 2020

Von Montag bis Donnerstag fährt der Road Zipper die Strecke zweimal täglich ab und setzt die Betonelemente um. Einmal nach dem morgendlichen Berufsverkehr von 11 bis 13 Uhr und einmal nach dem abendlichen Berufsverkehr von 21 bis 23 Uhr. Die Bedienung des Road Zippers übernehmen zwei Fahrer. Wie eine U-Bahn verfügt auch der Road Zipper über zwei Fahrerkabinen – eine für jede Fahrtrichtung.

An Fahrzeugzählstellen im Erhaltungsabschnitt wird ermittelt, wie viele Fahrzeuge zu welcher Uhrzeit in welcher Fahrtrichtung unterwegs sind. Anhand dieser Daten wird in regelmäßigen Abständen geprüft, in welcher Fahrtrichtung der Bedarf für die dritte Fahrspur vor- bzw. nachmittags höher ist. Entsprechend dieser Zahlen wird die Fahrspurzuordnung gegebenenfalls angepasst.

Drei Fahrspuren in Fahrtrichtung Nürnberg

Mo – Do

23 Uhr – 11 Uhr

Drei Fahrspuren in Fahrtrichtung München

Mo – Do

13 Uhr – 21 Uhr

In Notfallsituationen können einzelne Fahrten des Road Zippers auch zu anderen Uhrzeiten erfolgen.

Road Zipper Erklärfilm

Deutschsprachige Untertitel sind verfügbar: Zum Aktivieren klicken Sie auf das Symbol „CC“ in der Steuerungsleiste des Videofensters und wählen Sie „Deutsch“

FAQ

Das Bauvorhaben

Autobahnen sind durch das Verkehrsaufkommen sehr stark beanspruchte Straßen. Über die regelmäßigen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten hinaus sind je nach Beanspruchung auch Erhaltungsmaßnahmen erforderlich. Der Begriff Erhaltung beschreibt in diesem Zusammenhang gebündelte, bauliche Maßnahmen, um den guten Zustand und die Leistungsfähigkeit der Autobahn zu erhalten. Das bedeutet, dass die Autobahn im Erhaltungsabschnitt grundlegend erneuert wird. Diese Maßnahmen betreffen nicht nur die beiden dreispurigen Fahrbahnen, sondern auch die Unterführungen im Erhaltungsabschnitt. Also die Brückenbauwerke, mit denen die Autobahn über andere Straßen, Flüsse oder Bahntrassen geführt wird. Im Gegensatz zu einem Autobahnausbau wird die Autobahn 9 zwischen der Anschlussstelle Langenbruck und dem Autobahndreieck Holledau nach Abschluss der Erhaltungsmaßnahmen nicht breiter sein als sie vorher war. Sie wird weiterhin jeweils drei Fahrspuren pro Fahrtrichtung haben. Sie bleibt eine sechsspurige Autobahn.

Die Autobahn 9 wurde in den 1930er Jahren gebaut und verbindet Berlin, Leipzig/Halle, Nürnberg, Ingolstadt und München. Zwischen der Anschlussstelle Langenbruck und dem Autobahndreieck Holledau werden von Juni 2019 bis Dezember 2021 grundlegende Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt. Die Hauptarbeiten beginnen am 1. Dezember 2019. Sie betreffen neben der Erneuerung beider Fahrbahnen vor allem die 12 Unterführungen im Erhaltungsabschnitt. Auch die wurden in den 1930er Jahren errichtet. In den 1970er Jahren wurden Unterführungen und die Fahrbahnen auf drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung verbreitert. Im Kern sind die Unterführungen also über 80 Jahre alt, die Anbauten rund 40 Jahre.

Vorarbeiten

Bereits im Juni 2019 begannen die Vorarbeiten. Bis November 2019 werden Versorgungsleitungen umgelegt, damit sie später außerhalb der Baustellenbereiche liegen. Zudem werden unter anderem Nothaltebuchten und sogenannten Mittelstreifenüberfahrten für die Verkehrsführung während der Hauptarbeiten gebaut.

Phase 1 – Erhaltung der Richtungsfahrbahn Nürnberg

Nach Abschluss der Vorarbeiten beginnen am 1. Dezember 2019 die Hauptarbeiten mit der Phase 1. Hier wird die östliche Fahrbahn, die Richtungsfahrbahn Nürnberg erneuert. Währenddessen wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen in verengten Fahrspuren auf der westlichen Fahrbahn geführt. Von Dezember 2019 bis Februar 2020 sind die Arbeiten auf einen rund 3,1 km langen Abschnitt nördlich des Autobahndreiecks Holledau beschränkt.

Phase 2 – Erhaltung der Richtungsfahrbahn München

Nach Abschluss der Phase 1 beginnt im Dezember 2020 planmäßig die Phase 2: Hier wird die westliche Fahrbahn, die Richtungsfahrbahn München erneuert, während der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf der schon erneuerten östlichen Fahrbahn fließt. Von Dezember 2020 bis Februar 2021 sind die Arbeiten auf einen rund 3,1 km langen Abschnitt nördlich des Autobahndreiecks Holledau beschränkt.

Verkehrsführungen während der Bauzeit

Für die Erhaltungsmaßnahmen müssen die Fahrspuren beider Fahrtrichtungen auf eine Fahrbahn zusammengelegt werden. Auf einer Fahrbahn ist hier jedoch nur Platz für fünf statt sechs Fahrspuren. Jede Fahrtrichtung verfügt in beiden Phasen des Erhaltungsprojekts also über mindestens zwei Fahrspuren. Eine dritte Fahrspur wird ab Dezember 2019 je nach Verkehrsbelastung der vorangegangenen Woche mal der einen und mal der anderen Fahrtrichtung zugeordnet. Dies geschieht mithilfe des sogenannten Road Zipper Systems® aus den USA, das erstmals in Deutschland eingesetzt wird.

Von Montag bis Donnerstag fährt der Road Zipper die Strecke zweimal täglich ab und setzt die Betonelemente um. Einmal nach dem morgendlichen Berufsverkehr von 11 bis 13 Uhr und einmal nach dem abendlichen Berufsverkehr von 21 bis 23 Uhr. Die Bedienung des Road Zippers übernehmen zwei Fahrer. Wie eine U-Bahn verfügt auch der Road Zipper über zwei Fahrerkabinen – eine für jede Fahrtrichtung.

Ein Beispiel für die variable Fahrspurzuordnung:

In Fahrtrichtung Nürnberg rollt der Verkehr dreispurig, in Fahrtrichtung München zweispurig. Um 11 Uhr beginnt der Road Zipper seine Fahrt in Fahrtrichtung Nürnberg. Hinter dem Road Zipper ist die dritte Fahrspur bereits der Fahrtrichtung München zugeordnet, vor ihm noch der Fahrtrichtung Nürnberg. Rund zwei Stunden braucht der Road Zipper für die gesamte Strecke vom Autobahndreieck Holledau bis zur Anschlussstelle Langenbruck. Gegen 13 Uhr ist die variable Schutzwand vollständig umgestellt. Jetzt ist die dritte Fahrspur auf ganzer Länge für den Verkehr in Fahrtrichtung München zur Verfügung. Diese Zuordnung bleibt so lange bestehen, bis der Road Zipper zwischen 21 und 23 Uhr in entgegengesetzter Richtung die Betonelemente wieder umsetzt. Jetzt rollt der Verkehr in Richtung Nürnberg wieder dreispurig.

An Fahrzeugzählstellen im Erhaltungsabschnitt wird ermittelt, wie viele Fahrzeuge zu welcher Uhrzeit in welcher Fahrtrichtung unterwegs sind. Anhand dieser Daten wird in regelmäßigen Abständen geprüft, in welcher Fahrtrichtung der Bedarf für die dritte Fahrspur vor- bzw. nachmittags höher ist. Entsprechend dieser Zahlen wird die Fahrspurzuordnung gegebenenfalls angepasst.

Grundsätzlich ist das Befahren des Standstreifens nicht erlaubt, auch nicht in Stausituationen. Ausnahmen können nur von der Polizei vor Ort angeordnet werden. Im Baustellenbereich steht für Notfälle kein Standstreifen zur Verfügung. Es werden Nothaltebuchten für Pannenfahrzeuge eingerichtet.

Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, muss für die Durchfahrt von Polizei-, Rettungs- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen eine Rettungsgasse gebildet werden.

Zufahrtprobleme für Rettungsfahrzeuge beginnen oftmals weit vor den Unfallstellen, wenn der Verkehr nur noch langsam fließt. Daher ist es wichtig, frühzeitig an die Bildung einer Rettungsgasse zu denken. Je eher Polizei-, Rettungs- oder Hilfsfahrzeuge an die Unfallstelle gelangen, umso schneller kann die Fahrbahn geräumt und der Verkehr wieder frei gegeben werden. Bei Nichtbeachtung droht ein Bußgeld von bis zu 320 € und ein einmonatiges Fahrverbot.

Aktuelle Verkehrslage

Den jeweils aktuellen Zuordnungsplan veröffentlicht die Autobahndirektion auf der Projektwebseite www.a9-erhaltung.de/autobahnnutzer

Um Verkehrsteilnehmer frühzeitig und zielgruppengerecht über geplante Sperrungen zu informieren, ergreift die Autobahndirektion Südbayern gezielt Maßnahmen, um die Reichweite der Informationen zu erhöhen. Dazu zählen das Einpflegen der Baustellen und Sperrungen in Verkehrsinformationsportale, auf die beispielsweise die Hersteller von Navigationsgeräten zugreifen.

Weiterhin empfiehlt die Autobahndirektion Südbayern vor Fahrtantritt einen Blick auf die Karte zur aktuellen Verkehrslage von BayernInfo zu werfen: www.bayerninfo.de

Während der Fahrt ist der Verkehrsfunk die beste Informationsquelle zur aktuellen Verkehrslage.

Die Dauer von unfall- und/oder notfallbedingten Sperrungen und Verkehrseinschränkungen lässt sich nicht planbar voraussagen. Sie ist immer abhängig von der Lage vor Ort und vielen weiteren Faktoren.

Die Autobahndirektion Südbayern empfiehlt vor Fahrtantritt einen Blick auf die Karte zur aktuellen Verkehrslage von BayernInfo zu werfen: www.bayerninfo.de

Während der Fahrt ist der Verkehrsfunk die beste Informationsquelle zur aktuellen Verkehrslage.

Der Road Zipper

In Baustellenverkehrsführungen auf Autobahnen werden die Fahrspuren unterschiedlicher Fahrtrichtungen durch Schutzwände aus Beton oder Stahl voneinander getrennt. Im Erhaltungsprojekt kommt zwischen den Fahrtrichtungen eine variable Schutzwand aus Betonelementen zum Einsatz. Die insgesamt rund 9.000 Elemente sind mit einander zu einer bis zu 9 km langen Kette verbunden und haben die gleiche optische und sicherheitstechnische Wirkung wie herkömmliche Schutzwände aus Beton.

Von Montag bis Donnerstag wird zweimal am Tag die gesamte Schutzwand von der einen Fahrspurseite auf die andere umgesetzt. Das Umsetzen übernimmt ein für das System eigens entwickeltes Fahrzeug. Dieser Road Zipper setzt die Schutzwand um, während sie die Gesamtstrecke mit einer Geschwindigkeit von rund 8 km/h abfährt.

An der linken Seite der Maschinenfront werden die Betonelemente mithilfe von Hydraulik angehoben und durch eine Schiene am Fahrzeugboden zur rechten Seite des Hecks geführt. Dort werden die Betonelemente wieder abgesetzt. Dies geschieht während der Fahrt des Road Zippers – die Verbindungen zwischen den einzelnen Elementen werden niemals getrennt. Sie bleiben als Kette zusammen. Durch dieses Prinzip erklärt sich auch der englische Name des Road Zipper Systems® – zu Deutsch: Straßen-Reißverschluss-System.

 

Länge / Breite / Höhe: bis zu 12,83 m / 2,54 m / 3,53 m
Gesamtgewicht: rund 22 Tonnen
Geschwindigkeit beim Umsetzen der Elemente: 8 km/h
Höchstgeschwindigkeit (Fahrbetrieb): 32 km/h
Gesamtlänge der beweglichen Schutzwand: bis zu rund 9 km
Höhe und Breit der beweglichen Schutzwand: 815 mm / 460 mm
Gesamtgewicht der beweglichen Schutzwand: bis zu 6.120 Tonnen
Anzahl der Betonelemente (bei Gesamtlänge): bis zu 9.000 Stück
Einzelgewicht eines Betonelements: 680 kg
Länge eines Betonelements: 1.000 mm

Vollsperrungen

Im Rahmen des Erhaltungsprojekts sind planmäßig keine Vollsperrungen der A 9 notwendig. Im Falle einer unfallbedingten Voll- oder Teilsperrung werden die Autobahnnutzer über das festinstallierte LED-Leitsystem auf die Gefahren hingewiesen.

Tempolimit

Wegen der geringen Fahrstreifenbreite in Baustellenbereichen wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit hier tagsüber auf 60 Kilometer pro Stunde begrenzt, nachts auf 80 Kilometer pro Stunde.

Aufgrund von Erfahrungswerten können bei Bedarf und in Abstimmung mit der Polizei weitere Geschwindigkeitsbegrenzungen eingerichtet werden.

Unfälle

Kommt es zu einem Verkehrsunfall, können die Auswirkungen auf den Verkehr auf der A 9 sehr gravierend sein. Deswegen bitte beachten:

Bei geringfügigen Schäden und soweit die Fahrzeuge noch fahrbereit sind, haben diese nach den ersten Abklärungen unverzüglich beiseite zu fahren (vgl. § 34 Absatz 1 Nr. 2 der StVO). Gerade in Baustellenbereichen wirken sich Bagatellunfälle sehr schnell negativ auf den Verkehrsfluss aus, deswegen ist es besonders wichtig, zügig beiseite zu fahren. Unfallbeteiligte, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, können mit einem Verwarnungsgeld von bis zu 35 Euro belegt werden. Im Baustellenbereich sind dazu ausgewiesene Nothaltebuchten zu nutzen oder die Autobahn ist an der nächsten Anschlussstelle zu verlassen, um gefahrlos alle offenen Fragen klären zu können.

Die Parameter Geschwindigkeit, Abstand und gegenseitige Rücksichtnahme sind hinsichtlich der Unfallursachen auf Autobahnen entscheidende Faktoren, besonders im Bereich von Baustellen. Verantwortungsbewusst handelnde Verkehrsteilnehmer leisten einen entscheidenden Beitrag für ihre eigene aber auch für die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer und beugen unfallbedingten Störungen vor.

 

Die Autobahndirektion Südbayern wird überall dort wo es die Randbedingungen mit verhältnismäßigem Aufwand zulassen (Bebauung, Geländeverhältnisse, Lage von Schutzeinrichtungen, etc.), Rettungszufahrten anlegen. Sie gewährleisten, dass Rettungskräfte auf die Fahrbahn fahren können. Die Lage der Rettungswege wird kontinuierlich an die Bauphasen angepasst.