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Pressemitteilung 90/19 vom 2.12.2019

A 9 Nürnberg – München

Erhaltungsprojekt AS Langenbruck – AD Holledau

Beginn der Hauptarbeiten

  • Variable Zuordnung der dritten Fahrspur: Road Zipper ab sofort Montag bis Donnerstag im Einsatz
  • Für mehr Sicherheit im Baustellenbereich: LED-Anzeigen fordern bei Unfällen „STOP“ vor der Baustelle

Am Montag, 2. Dezember 2019 begannen die Hauptarbeiten im Erhaltungsabschnitt der A 9 zwischen der Anschlussstelle Langenbruck und dem Autobahndreieck Holledau. Bis Ende 2021 werden im rund 9 Km langen Abschnitt beide Fahrbahnen und insgesamt 12 Unterführungen erneuert, die noch aus 1930er Jahren stammen. Bis Februar 2020 sind die Arbeiten auf einen rund 3 km langen Abschnitt nördlich des Autobahndreiecks Holledau beschränkt.

Während der Arbeiten wird der Autobahnverkehr in beiden Fahrtrichtungen in verengten Fahrspuren auf einer Fahrbahn geführt.

Road Zipper setzt die Schutzwand zweimal täglich um

In der Baustellenverkehrsführung haben insgesamt nur fünf statt sechs Fahrspuren Platz – mindestens zwei Fahrspuren pro Fahrtrichtung. Die mittlere Spur wird seit dem 2. Dezember 2019 zweimal am Tag neu zugeordnet. Dies geschieht, montags bis donnerstags, mithilfe des sogenannten Road Zippers, der erstmals in Deutschland eingesetzt wird. Er setzt die mobile Betonschutzwand zwischen den Fahrtrichtungen von der einen Fahrspurseite auf die andere um.

Drei Fahrspuren morgens in Richtung Nürnberg, abends in Richtung München

Die Fahrspurzuordnung durch das Umsetzen der Schutzwand erfolgt von Montag bis Donnerstag zweimal täglich: nach dem morgendlichen Berufsverkehr von 11 bis 13 Uhr und nach dem abendlichen Berufsverkehr von 21 bis 23 Uhr. Nachts und vormittags stehen damit der Fahrtrichtung Nürnberg drei Fahrspuren zur Verfügung, nachmittags und abends der Fahrtrichtung München.

An Fahrzeugzählstellen im Erhaltungsabschnitt wird ermittelt, wie viele Fahrzeuge zu welcher Uhrzeit in welcher Fahrtrichtung unterwegs sind. Anhand dieser Daten wird in regelmäßigen Abständen geprüft, in welcher Fahrtrichtung der Bedarf für die dritte Fahrspur vor- bzw. nachmittags höher ist. Entsprechend dieser Zahlen wird die Fahrspurzuordnung gegebenenfalls angepasst.

„STOP“ vor der Baustelle bei Unfällen im Baustellenbereich

Je weniger Fahrzeuge in engen Baustellenverkehrsführungen im Stau stehen, desto schneller können Einsatzkräfte zu einer Unfallstelle im Baustellenbereich gelangen. So verkürzt sich auch die Zeit, bis die jeweilige Unfallstelle geräumt ist und der Verkehr wieder fließen kann.

In Zusammenarbeit mit der Verkehrspolizeiinspektion Ingolstadt wurde ein System entwickelt, dass ein Einfahren in die verengte Baustellenverkehrsführung bei Unfällen verhindern soll. Nach Aktivierung durch die Polizei werden mehrere LED-Warntafel vor dem Baustellenbereich ein Einfahrtverbotsschild mit dem Hinweis „STOP“ anzeigen – im Wechsel mit dem Gefahrenzeichen und dem Hinweis „Vollsperrung“. Diese LED-Anzeige kommt abseits von Tunneln zum ersten Mal auf einer bayerischen Autobahn zum Einsatz. Sie sollen die Verkehrsteilnehmer zum Anhalten auf der Autobahn auffordern, bevor sie das eigentliche Stauende im Baustellenbereich erreicht haben.